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Allgemeines

Ein Kolloquium, teilweise auch Colloquium geschrieben, (von lateinisch colloquium „Gespräch“, „Unterredung“) wird heute meist in seiner Bedeutung als wissenschaftliches Gespräch verstanden. Im akademischen Bereich bedeutet es heute meist einen fachlichen Gedankenaustausch ohne feste Form, im Gegensatz etwa zu einem Seminar.

An Hochschulen kann ein Kolloquium aber auch den Charakter einer Rechenschaftsablegung haben – etwa beim „Kolloquieren“ eines Übungsstoffes oder der verwendeten Literatur (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kolloquium)

Auch an der Pädagogischen Hochschule Weingarten bieten wir im Bereich der Forschung Kolloquien an.

Mathematisches Forschungskolliquien

11. Mai 2020

Prof. Dr. Bärbel Barzel ( Universität Duisburg-Essen )
Montag, 11.05.2020 von 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
Raum: S 1.15 (Schlossbau)

Entwicklung algebraischen Denkens in der Schule – mit und ohne digitale Medien

Das Verstehen und der flexible Gebrauch von Variablen, Termen und Gleichungen ist ein wichtiges Ziel im Mathematikunterricht. Der souveräne Umgang mit diesen algebraischen Objekten ist ein wichtiges Instrumentarium bei inner- und außermathematischen Problemstellungen, insbesondere im Rahmen der Funktionenlehre.

Im Vortrag wird zunächst die Problematik erörtert, dass Algebra für viele Lernende große Schwierigkeiten in sich birgt und es wird Einblick gegeben in ein forschungsbasiertes Konzept zum Lernen von Algebra über die verschiedenen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I hinweg. Dies wird an konkreten Beispielen verdeutlicht und die Rolle digitaler Medien diskutiert.

29. Juni 2020

Prof. Dr. Günter Maresch ( Universität Salzburg )
Montag, 29.06.2020 von 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
Raum: S 1.15 (Schlossbau)

Raumvorstellungsforschung im 21. Jahrhundert

Seit zumindest 141 Jahren wird das Raumvorstellungsvermögen als eine Facette der menschlichen Intelligenz beforscht. In diesem Zeitraum sind drei große Phasen erkennbar, in welchen jeweils unterschiedliche Fokussierungen die Forschung vorantrieben. Mit Mitte der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurde es für 10-15 Jahre etwas ruhiger um dieses Forschungsgebiet. Unter anderem unterstützt durch die neuen technischen Möglichkeiten (z. B. von bildgebenden Verfahren in der Medizin), der erweiterten Betrachtung von Einflussfaktoren und der weltweiten Beachtung des MINT- bzw. STE(A)M-Bereichs wird der Erforschung des Raumvorstellungsvermögens seit etwa 2010 wieder eine enorme Aufmerksamkeit gewidmet.

In vielen Teilen der Welt werden aktuell in zahlreichen neuen Studien neuartige Zugangsweisen zur Raumvorstellung etabliert und geprüft. In den letzten wenigen Jahren sind interessante Ansätze vor allem in den USA, in Asien und in Europa entstanden. Im Vortrag wird der aktuelle Forschungstand zum Raumvorstellungsvermögen vorgestellt, es werden neue Modelle und Ergebnisse junger Studien präsentiert, es wird die Sichtweise der Neurologie kompakt erörtert und es werden konkrete Fördermöglichkeiten und praktische Trainingtools vorgestellt.